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Cinemagraph

Ich bin mir sicher, dass die meisten von euch mit diesem Begriff etwas anfangen können. Womöglich hat auch der ein oder andere schon selbst ein Cinemagraf-Bild erstellt. Für die, die nicht wissen was das ist, das sind Bilder mit Video-Sequenzen. Das bedeutet, dass ein Teil des Bildes eingefroren ist wie eben ein Foto, und ein anderer Teil ist bewegt -> Video. Wie dieses wundervolle Exemplar von mir:

Im Prinzip ist das recht einfach. Du nimmst eine kurze Video Sequenz, circa 10 Sekunden auf. Ein Beispiel: Eine Frau steht -so still wie sie nur kann- mit offenen, langen Haaren- gegen den Wind. Anschließend lädst du das in Photoshop hoch. Jetzt sollte die Zeitleiste erscheinen.

Hintergrundwissen:

Ich habe das obige Video mit 25 fps aufgenommen, das bedeutet dass eine Sekunde Video Material aus 25 einzelnen Bildern besteht -> 25 frames per Second

Jetzt suchst du dir eine Frame / ein Bild aus das dir gefällt, wählst es in Photoshop aus, drückst cmd/strg + J. Nun hast du eine neue Ebene mit dem Bild. Die Ebene legst du über die Video Ebene und maskierst das aus was du bewegt sehen möchtest. Der Rest ist dann eingefroren. In unserem Bespiel -> Die Haare der Frau wehen im Wind, der Rest steht still. So einfach kannst du ein Cinemagraph kreieren. So viel dazu.

In der obigen Version habe ich es  falsch oder nennen wir es „anders“ gemacht. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass es auch anders möglich wäre. War es auch, aber nur bedingt. Ich war der Meinung, ich schiesse zuerst ein Foto, dann nehme ich ein Video auf und maskiere dann die Elemente aus die ich benötige. Quasi ähnlich wie meine Erklärung oben nur nehme ich das Bild nicht aus einem Frame von dem Video sondern nehme ein Foto separat auf. Was mir jedoch später erst klar wurde war, dass das Video eine andere Auflösung bzw ein anderes Format hat als das aufgenommene Bild. Im Klartext: Ich konnte nicht das Bild über das Video legen, da die Auflösung eine andere war. Das Bild hatte 5277×2971 Pixel und das Video wurde mit 1920×1080 aufgenommen. Bedeutet, dass die Proportionen anders waren. Das Bild war größer als das Video. Hätte ich das Video „lang gezogen“ wäre das Bild völlig verzerrt. Hier ein Beispiel, links das Bild und rechts die Größe des Videos:

Da ich nur das Windrad sich drehen sehen wollte, nahm ich eine leichte Verzerrung in kauf, merkt eh keiner. Zu dem hatte ich eine falsche Herangehensweise was die Bildbearbeitung anging. Wie oben beschrieben nimmt man ja einen Frame raus, das man dann auch theoretisch bearbeiten kann, eine normale Retusche eben. Nur muss man hierbei aufpassen, dass das Bild noch farblich auf das Video abgestimmt ist. Das hab ich dann hinterher gemerkt! Tja, ich wollte mir auf biegen und brechen kein Tutorial darüber ansehen, ich hatte die Theorie verstanden und wollte es mal selber probieren. Mit dem Ergebnis bin ich vollkommen zufrieden. Es geht um Balkonien, Zuhause ist es am schönsten. Primär war der Fokus auf Urlaub zuhause, auf den Balkon gelegt. 

„no Money, no Problem“ 🙂

Dass das Bild dann zum Cinemagraph wurde war natürlich zum einen die Motivation überhaupt das Bild zu machen und zum anderen eine nette Spielerei.

Das tolle bei Photoshop ist, dass man auch die Option hat den Raw Converter Filter auf Videos anzuwenden. Nun hatte ich das Bild schon gemacht bzw den Cinemagraph. Ich war stolz und zufrieden, das Bild hat auch positive Kritik bekommen. Das Wasser übrigens ist aus einem Urlaub in Spanien gewesen. Ich wollte zuerst aus Fotolia ein Bild kaufen aber ich entschied mir für die kostenlose Variante. Ich hab nur noch die Perspektive verändert, dann noch ein Bild rausgesucht mit Sand, zusammen gefügt, die Farbbalance verändert mit dem ursprünglichen Bild kombiniert. Wie gesagt, das Bild war im Kasten. Dennoch wollte ich wissen wie es „richtig“ oder wie es „noch“ funktioniert. Auf die Idee, dass ich einfach ein Frame aus der Videodatei nehmen kann, bin ich nicht gekommen. Ich hab gesucht und auch gleich ein super Tutorial gefunden. Da wurde es eben erklärt wie es richtig funktioniert. Natürlich musste ich jetzt noch ein Bild machen, damit ich beide Versionen vergleichen kann und sei es allein aus Neugier. Ist wie beschrieben gar nicht so kompliziert. Als ich das erste mal auf Instagram so ein Cinemagraph sah, stellte ich mir das ziemlich kompliziert vor. Ich dachte mir, warum so ein Aufwand? Richtig neugierig wurde ich, als ich meine neue Endcard für meinen YouTube Kanal erstellte. Da begriff ich wie so etwas funktionieren könnte. Basierend auf die Erfahrung die ich da gesammelt habe, entstand auch die erste Version von meinem Werk „Balkonien“. Lange Rede kurzer Sinn: Zwei Tage später machte ich noch eine Cinemagraph Aufnahme, mit mir als Model. Ich suchte eine passende Frame aus, cmd + J, Maskieren und zack, fertig. Nichts desto trotz find ich die erste, „andere“ Version einfach Hammer geil! Hier ist der zweite, „richtige“ Versuch einen echten Cinemagraphen zu erstellen. :

Ich würde gerne mit dir mein Wissen teilen, hier ist der Link zum Tutorial, das mir geholfen hat einen Cinemagraphen zur erstellen. Ist schnell und einfach erklärt worden, ohne viel schnick-schnack. Ich hatte mir auch andere angesehen aber das hier hat mich überzeugt.

–> TUTORIAL <–

Ein kleiner Tipp: Haltet das Video so kurz wie nur möglich. Es besteht ja eigentlich kein Grund für ein langes Video. Das Schöne an einem Cinemagraph ist ja dieser „GIF-Effekt“ in hoch auflösend. So dass der Gegenüber das Bild als eine Art „Zauberei“ wahrnimmt. Damit das rendern des Videos nicht drei Tage dauert, rate ich dir das Video so kurz zu halten wie es nur notwendig ist. Ich glaube mit 10 Sekunden müsstest du hinkommen, genug Zeit damit das Video in eine Schleife kommt und auch wird das Video nicht all zu gross, so dass du es problemlos und schnell auf soziale Plattformen hochladen kannst. Hier hab ich noch zwei Screenshots von dem Aufbau in PS.

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