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Die wahre macht des Dodge & Burn

Die wahre macht des Dodge & Burn

Vor einigen Monaten schrieb ich einen Blogeintrag über Dodge & Burn mit dem Titel: „Die mächtige Kraft des Dodge & Burn“.

Hier der Link zum Blogpost: KLICK HIER

Und hier das erste Bild bzw das erste Ergebnis:

 

 

Zu dem Zeitpunkt fing ich gerade an mich mit Dingen wie Beauty Retusche, Portraits, Closeup´s  und so weiter, zu beschäftigen. Das Bild wird stark bearbeitet, darf aber im ideal Fall überhaupt nicht bearbeitet aussehen. Dafür braucht man Feingefühl und Geduld. Ein fertiges Bild kann durchaus so ca 4 Stunden beanspruchen (mein Stand heute). Darauf aber werde ich nicht näher eingehen, denn heute geht es erneut nur um Dodge & Burn, aber mit etwas mehr Kenntnis.

Zusammengefasst: In dem ersten Post über Dodge & Burn (LINK) ging es darum, ich hatte mich selbst porträtiert und fing an, an meinem Gesicht herum zu experimentieren mit der Kenntnis die ich zu diesem Zeitpunkt hatte, die im vergleich zum heutigen Stand so in etwa „0“ war! 

Damals aber dachte ich, dass ich schon soweit bin und.. ja, seht es selbst. Bevor ich diesen Beitrag hier schrieb, spielte ich kurz mit dem Gedanken, den alten zu löschen, weil das Ergebnis aus heutiger Sicht  schlecht ist. Ich entschied mich dagegen, denn dafür ist dieser Blog da, ich teile meine Erfahrung und Fehler die ich machte, mit euch. Jeder fing mal klein an.

Weiter im Text: Ich hatte mir meinen Lieblingskünstler ausgesucht der auch zufällig Tutorials anbot und fing an seine Technik regelrecht zu Studieren. Es gibt viele im Netz die Tutorials über Dodge & Burn anbieten und fast alles ist so in etwa auch gleich. An dieser Stelle kann ich euch nur empfehlen euch einen Fotografen auszusuchen dessen Bildstiel euch anspricht und der auch Tutorials anbietet. Denn es bringt nichts wenn ihr von jemandem lernt, dessen Bilder euch aber nicht gefallen. Ich für meinen Teil entschied mich für Felix Rachor und kaufte mir seine Tutorials (alle bis auf CapturOne, ich hab Lightroom aber benutze überwiegend CameraRaw). Natürlich gibt es auch einen Haufen kostenloses Zeug im Internet, keine Frage, aber wie erwähnt hatte ich eine Richtung gefunden und wollte mich professionell da auch weiterbilden. Gesagt getan und immer noch dabei.

Wenn euch mein Stand interessiert, schaut euch mein Portfolio an:

> PORTFOLIO <

Letztens dachte ich mir, komm, du bist schon etwas weiter und kannst nicht so ein Bild als Profilbild nehmen, also grub ich die Raw Datei (ich behalte die alle, auch die PSD´s) aus und machte mich an die Arbeit. Mit der PSD Datei vom ersten Bild konnte ich nichts mehr anfangen, weil mir da schon die Raw-Entwicklung garnicht passte. Die Raw-Entwicklung mache ich meistens mit Camera Raw und das geht recht schnell. Hier ein Auszug bzw ein vorher/nachher Bild vom Raw -> „Roh“ bis zum Raw -> „entwickelt“. Klingt irgendwie merkwürdig aber ich glaub ihr wisst was ich meine.

Das Bild oben.

Das erste Bild zeigt hier die Rohdatei konvertiert als JPG und das zweite Bild zeigt das Bild nach der Raw-Entwicklung, also entwickelt. Aus heutigem Stand würde ich dieses Bild garnicht erst verwenden, da das Bild zu überbelichtet ist. Die Mitteltöne die ich dringend benötige gehen hier verloren. Da ich aber demonstriere was alles möglich ist nur mit Dodge & Burn und meinen heutigen Stand mit dem damaligen vergleiche, hab ich einfach das Bild genommen, mit dem alles anfing. Zugegeben hier habe ich nicht nur Dodge & Burn sondern auch das Verflüssigen-Werkzeug einsetzen müssen. Da mache ich auch bei mir keine Ausnahme. Ich hab es nur im Hals- Kinnbereich eingesetzt, die Mundwinkel sehr leicht angehoben und das linke Auge minimal vergrößert. Zuuuuusätzlich habe ich mir noch Haare rein gemalt vorne in der Mitte und etwas am Bart. Alles andere ist Dodge & Burn. Hier ist mir der linke Nasenflügel nicht so gelungen, aber das ist für mich ok. Ich glaub manche Sachen stören nur weil man weiss was man gemacht hat. Der Betrachter nimmt das alles nicht so wahr. Hier das fertige Bild:

Ich weiss leider nicht so wirklich wie lange ich für dieses Bild, von der Raw-Entwicklung bis zum fertigen Bild gebraucht habe, da ich es an mehreren Tagen bearbeitet habe. Ich gehe aber davon aus, dass es ca eine Stunde dauern könnte. Es kommt immer auf die Haut an, zum Beispiel wie stark die Hautunreinheiten sind. Denn die müssen zuerst entfernt werden bevor man mit Dodge & Burn überhaupt anfängt. Mit Unreinheiten sind auch störende Muttermahle oder Härchen gemeint. Kein Mensch hat eine makellose Haut. Wenn die Auflösung hoch ist und das Licht stimmt, dann Sieht man einfach ALLES.

 

PS: Mit Dodge & Burn bekommt man auch Falten raus aus der Bekleidung, sehr praktisch 🙂

Die mächtige Kraft des Dodge & Burn

Ich war erstaunt was D&B alles bewirken kann, und mein „Können“ ist grad mal gaaaanz am Anfang. Ich war begeistert. Man kann das Gesicht total formen, nur mit der Hilfe des Lichts können verschiedene Bereiche anders aussehen, was ja eigentlich klar ist und nichts weltbewegendes. Ich hab mich getraut und einwenig an mir selbst experimentiert und von dem Ergebnis war ich beeindruckt. Und Freunde, wie gesagt, das was ich kann ist nicht einmal die Spitze des Eisberges. Eigentlich ist das die völlig falsche Vorgehensweise, wie sich später rausgestellt hat. 

Mit D&B ist man in der Lage die Nase zu formen, die Wangenknochen stärker zu betonen, so dass sie kräftiger wirken, den Hals schlanker und länger aussehen lassen. Die Lippen voller  und unglaublich viel mehr und das alles nur mit Hilfe des Lichts bzw. der Dunkelheit. Also abwedeln und nachbelichten. Von der Augenpartie brauchen wir gar nicht erst anfangen zu reden. 

Hierbei gibt es zig verschiedene Techniken die man für Dodge & Burn anwenden kann. Eine Möglichkeit ist mit der Gradationskurve zu arbeiten. Es werden zwei Kurven erstellt, eine helle (die Mitteltöne) und eine dunkele, dann wird eine Maske darüber gelegt und anschliessend das raus geholt was man eben benötigt. Man findet diverse Anleitungen im Internet wie man am besten welche Partie abdunkelt oder entsprechend aufhellt. Zum Beispiel Nase, Stirn, Kinn, Oberlippen aufhellen sowie Augenbrauen, unter den Wangen, um das Gesicht herum abdunkeln. So in etwa kann man schon die Betonung des Gesichts stark beeinflussen ohne die Form zu verändern.

Als ich dann merkte, dass es noch extrem viel Luft nach oben gibt, hab ich mich dazu entschlossen ein Tutorial zu kaufen. Natürlich werde ich jetzt nicht anfangen darüber ausführlich zu berichten, das wäre uncool! Es hat sich extrem gelohnt. Denn D&B ist eine Feinarbeit. Man sollte es präzise erledigen und mit Gefühl. Zuerst war ich selbst von meiner Arbeit überzeugt, das war aber bevor ich mir dieses Tutorial gekauft habe. Jetzt sehe ich die Sachen von einem anderen Blickwinkel. Beim genaueren betrachten, sieht man die Flecken oben links an der Stirn. Das sollte eben nicht passieren. Nichts desto trotz behalte ich dieses Bild, den irgendwo hat es mich doch ein wenig überzeugt 😉

Wenn man bedenkt, dass Frauen eigentlich nichts anderes machen wenn sie sich schminken. Die betonen die dunkeln und die hellen Stellen in ihrem Gesicht. Es gibt nicht umsonst so tolle Make-Up Artisten die wahrlich zaubern, die benötigen kein Photoshop. Dodge & Burn ist ein Muss in der Retusche. Eigentlich kann man das so ziemlich überall anwenden wo man Konturen betonen möchte. Sei es zum Beispiel bei Autos, Muskeln von Bodybuildern, Architektur, wie gesagt so ziemlich überall. 

Wie bereits schon erwähnt, habe ich es an mir selbst angewendet, im Angesicht der Tatsache, dass es eigentlich nicht der korrekte Arbeitsweg war, hab ich dennoch ein gescheites Business Bild von mir selbst erstellt. Bei all dem Dodge & Burn sollte man es nicht übertreiben, den schliesslich holt einen die Realität irgendwann wieder ein. In diesem Sinne, wünsche ich viel spass mit dem  vorher/nachher Bild.