Strommast

Vor zwei, drei Wochen waren wir irgend wo hinter Ingolstadt zu Besuch eingeladen. Hinter dem Haus war – ein Waldstück wäre jetzt übertrieben, aber eine sehr große grüne Fläche, mit ein paar Bäumen und wenn man weit genug ging, würde auch bestimmt irgend wo ein Waldstück kommen. Und natürlich auch Strommasten. In einem Dorf könnt ich nicht leben, zu Besuch ja, leben: Nein! Wir gingen spazieren und da stand dieser Strommast. Nicht all zu groß aber groß genug, so das man sich fast unter ihn stellen konnte um von unten ein Foto zu machen. 

Zu der Zeit war ich auf meinem Tele-Trip. Seit ich meine 70D hatte, hab ich das Ding nie benutzt, weiss auch nicht wieso. Deswegen hatte ich für paar Wochen dauernd meinen Tele-Objektiv drauf um ein wenig Erfahrung zu sammeln und um andere Perspektiven kennen zu lernen. Mit der 75-300mm ohne Bildstabilisator, lernt man selbst irgendwie aus schwierigen Situationen das Beste raus zu holen, und vor allem lernt man geduldig zu sein. Sehr geduldig zu sein! Jetzt hatte ich die Linse drauf und stand vor diesem Strommast und wollte auch so ein „Foto von unten nach oben“ machen. Wie ich es schon bei meinen anderen Fotos immer gesagt habe, die Bild Ideen sind nicht neu. Ich hab nicht das Rad neu erfunden, aber ich hab MEIN Rad zusammen gebaut! Ich kann dann von dem Bild sagen „Cool ne? Ist von mir“ und das Beste: Ich kann eine Geschichte dazu erzählen. 

Wie auch immer, da stand ich nun mit dem Tele-Objektiv und hab mich unter den Mast hingestellt, mein Stativ so weit wie es möglich war, kurz gehalten damit ich möglichst viel auf das Bild bekomme. Das Bild ist mit 75mm, einer Blende von f/10 und einer Verschlusszeit von 1/320 aufgenommen. Die Rohversion sieht nicht so spektakulär aus:

Architektur ROW WEB
Vorher

Am Anfang war ich leicht überfordert, weil ich nicht wusste was ich machen soll. Erst beim zweiten Versuch fing die Sache an Form zu nehmen. Als allererstes hab ich das Bild versucht so gut wie möglich gerade zu halten, also Horizontal auszurichten. Wurde schief aufgenommen :p . Dann natürlich die Grundbearbeitung in CameraRaw, ein-zwei Filter darüber gelegt und voila, fertig ist die Suppe. Ich muss sagen, Photoshop selbst hat echt ein paar coole Filter zur Auswahl. Hier in diesem Foto zum Beispiel ist ein Filter darüber gelegt worden, der die Struktur so aussehen lässt, als wäre es extrem windig. Man kann dann zwischen mehreren Sturmarten wählen wie zb. windig, Sturm oder Orkan, die dann die Struktur dem entsprechend verändern. Ich hab glaub ich „windig“ gewählt. Natürlich auch mein lieblings Filter, der Ölfilter, hier aber sehr gering. Und seit es die NIK Filter kostenlos gibt (ich weiss nicht ob sie immer noch kostenlos sind) hab ich sie mir natürlich geholt 🙂 und benutze sie auch regelmässig. Hier zum Beispiel habe ich mit dem NIK Filter nur den weiss Wert entfernen lassen, sehr gering aber. Zusätzlich ein paar Ebenen um den Helligkeitsverlauf einwenig zu ändern. Alles zusammen vielleicht 30 Minuten Arbeit. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, ja ich weiss, ich sag zu all meinen Bildern: „Die sind der Hammer“, aber was soll ich sagen, so empfinde ich es halt 😉

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Ardalan Paymardi

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