Tokina

An mein zukünftiges ich.

Heute ist der 09.06.2016. Das Wetter ist schon seit einiger Zeit extrem schlecht. Es regnet ununterbrochen, so schlimm, dass es schon Unwetterkatastrophen gab, mitten in Deutschland, in Bayern, um die Ecke quasi.

Jetzt positive Nachrichten: Ich hab mir vorgestern ein neues objektiv zugelegt, dass ich aber aus den oben genannten Gründen nicht richtig ausprobieren konnte. Heute, nach dem ich ein paar Runden im Internet gedreht hatte, auf der Suche nach Schnäppchen, war es wieder soweit, ärgerlich, denn das Objektiv das ich mir neulich kaufte, hatte  ursprünglich einen Preis von 482€ auf Amazon. Ich entschied mich jedoch das Objektiv bei Foto Video Sauter in München zu kaufen für 499€ aus dem ganz einfach Grund: Ich muss nicht warten und brauche keine Angst zu haben, vor irgendwelchen Schäden, vermutlich verursacht von den Paketboten, die unsensibel Ihre Pakete hin und her schmissen. Sonnst ist es für mich nicht so wild, aber wenn es um Objektive geht, wo man wirklich auf vieles achten muss, bin ich dann unglaublich penibel. Am nächsten Tag, also gestern (08.06.16), schaute ich mir erneut bei Amazon die Preise an und stellte fest, dass das Objektiv meiner Wahl jetzt 453€ kostete. Ich nahm den Locher aus der Schublade und schlug es mir mit voller Wucht gegen den Kopf. Kleiner scherz 🙂 – shit Happens eben.

Das Objektiv von dem ich die ganze Zeit sprechen ist mein aktuelles Goldstück, das Tonia 11-16 AT-X PRO DX II. Das besondere an diesem Objektiv ist die Lichtstärke von f2,8. Das war der ausschlaggebende Grund warum ich mich für das Tokina Objektiv entschieden habe, den die Wahl war nicht grade einfach. Zur Auswahl standen das:

  • Samyang 10mm F2,8 Festbrennweite, leider keine Filtergewinde, da die Streulicht Blende fest montiert war (Preis/Leistung unschlagbar)
  • Canon 10-22mm F3,5-4,5
  • Canon 10-18mm F4,5-5,6 
  • Tonika 11-16mm F2,8

Alle diese Objektive lagen Pi x Daumen in dem Preissegment 350-500€. Das Samyang war natürlich klasse, was ich nicht ganz nachvollziehen kann ist die Tatsache, dass die Gegenlicht Blende fest auf das Objektiv montiert war, das macht es sehr schwer mit Filter zu arbeiten. Schade, deswegen flog Damyang (in Deutschland Walimex) schonmal raus. Die anderen beiden von Canon waren super, aber leider ungeeignet für meine Zwecke. Apropos Zwecke, das hab ich ja noch gar nicht erwähnt, mein ziel war Sternen Fotografie, speziell die Milchstraße und solche Sachen eben. Und da war eben eine hohe Lichtstärke gefragt. Deshalb hat das Tonia 11-16 in allen Punkten gesiegt, was die Lichtstärke angeht, der Weitwinkel und natürlich auch der Preis. Alles in einem war es perfekt. So jetzt hab ich das Objektiv und kann es nicht ausreizen, aber die Zeit kommt schon noch. Ich hab mir viel Zeit bei meiner Entscheidung gelassen. Die Verkäufer waren mir dabei nicht wirklich hilfreich. Ich spreche in diesem Fall jetzt nicht speziell über Foto Video Sauter, natürlich lies ich mich auch in anderen Geschäften beraten unter anderem auch in Foto Dinkel beraten. Zu der Zeit war wieder eine Cash-Back Aktion von Canon und eines der beiden oben genannten Objektiven von Canon -ich erinnere mich jetzt nicht mehr welches, war auch bei dieser Promo-Aktion mit dabei. Es kam mir so vor, als waren auf einmal alle Verkäufer für die Canon Objektive, obwohl meine Ziele bekannt waren wie Sternen Fotografie, wichtige Punkte wie die Lichtstärke und so weiter. Daher empfehle ich jeden sich vorher genauestens zu erkundigen, bevor man Blind in solche Sachen reingeht. Mir waren meine Zile bekannt, natürlich informierte ich mich wie immer in Foren und las die Erfahrungen anderer Fotografen. Schaute mir diverse YouTube Videos an, natürlich all das kostenlos. Es gibt genügend kostenlose Inhalte im Netz, womit du in der Lage bist dich weiterzubilden. Die halfen mir auch letztendlich bei meiner Entscheidung.

Dann war es endlich so weit, ich kaufte das Objektiv. Am selben Abend spielte ich damit herum, machte einige Fotos. Wenn ich meinen Standardzoom und die Tokina nebeneinander halte wirkt auf dem ersten Blick das 15-85mm etwas hochwertiger als das Tokina. Wäre ja auch schlimm wenn nicht, das 15-85 Objektiv hat ja auch doppelt so viel gekostet, was aber nicht heissen mag, dass das Tokina Objektiv schlechter ist oder so, einfach eine andere Verarbeitung. Die paar Fotos die ich mit der Tonika schiessen konnte, überzeugten mich. Der Grund warum es unbedingt licht stark sein muss sind die Sterne. Die möchte ich fest einfangen. Um die Sterne einfangen zu können muss man einige wichtige Faktoren beachten.

  1. Neumond ist wichtig, der Mond ist viel zu Hell. Der Himmel muss schwarz sein!
  2. Am Besten sollte keine Stadt in der Nähe sein, da eine Stadt sehr viel Licht produziert. Stichwort -> Lichtverschmutzung
  3. Hoher ISO Wert, damit der Sensor, das einfallende Licht der Sterne besser einfangen kann.
  4. Die größtmögliche Blende, also offene Blende = Mehr Licht
  5. Lange Verschlusszeit, eine Langzeitbelichtung, aber nicht zu lange, denn…

… die Erde dreht sich, es passiert sehr schnell, dass sogenannte „zieher“ zusehen sind. Ein Stern ist dann nicht mehr ein Punkt sondern eine Linie. Um eben diesen Effekt zu verhindern, benötigst du eine Kombination von einem hohen ISO Wert, ein lichtstarkes Objektiv und die größtmögliche Blende. Eine Verschlusszeit von 10-20 Sekunden sollten reichen, um ein tolles Bild zu bekommen. Aber auch hier ist es Kamera-Sensor abhängig. Mit Vollformat hat man mehr Vorteile was zum Beispiel das Rauschverhalten angeht. Aber auch mit einer Crop-Kamera kannst du tolle Ergebnisse erzielen.

Sterne

Dieses Test Foto habe ich geschossen, mitten in München von meinem Balkon aus. Ein absolutes No Go eigentlich. Was soll ich sagen, ein neues Objektiv ist gleich Ungeduld, und das ist eine schlechte Kombination. Für den Anfang hat mir dieses Bild schon überzeugt und zeigt mir wie viel potential in dieses Objektiv steckt. Dabei sollte man bedenken, dass es ziemlich dunkel war (*denkt man), genau genommen war es 21:32Uhr. Der ISO Wert betrug 1600 und die Belichtungsdauer dieses Foto waren 6 Sekunden bei einer Blende von f2,8. Der * steht für Lichtverschmutzung. Auch wenn es stockfinster ist, existiert dennoch Licht. Die Stadt selbst ist eine extreme Lichtquelle, sie verschmutz den Himmel und die Sterne mit dem Licht dass sie bzw die Menschen Produzieren. Daher sollte man weit wegfahren um die Sterne und die Milchstrasse sauber ablichten zu können. Fern von LED Lampen, Halogen, Leuchtstoff und was es sonnst noch so an Verschmutzung gibt.  Wenn du aber in einer Stadt, an einem dunklen Fleck eine Langzeitbelichtung machst, und das Bild plötzlich so aussieht als explodiere da gerade eine Bombe, dann spricht man hier von einer Lichtverschmutzung. Die „Explosion“ die du da siehst, ist das Licht der Stadt.

Sollte es heute Abend aufhören zu regnen, was ich bezweifele, versuch ich es erneut. Dieser Blogbeitrag wird erst in ca vier Wochen veröffentlicht, und ich gehe stark davon aus, dass ich bis dahin schon eine schöne Nachtaufnahme hinbekommen habe. Es gibt diverse Internet Seiten, die die Dunkelsten Flecken im Land aufzeigen, genau geeignet für Fotografen. Auch in meiner nähe, eine Stunde von München entfernt Richtung Süd-Ost, gibt es eine sehr dunkle Stelle, sehr gut geeignet um die Milchstrasse zu fotografieren. Darüber aber, schreibe ich noch einmal einen detaillierten Blockeintrag mit Karte und natürlich auch Bilder. Wie erwähnt gehe ich stark davon aus, dass zum Beitrags release die Sonne wieder scheinen wird. In diesem Sinne wünschen ich euch viel Spass beim durchstöbern meiner Seite und  einen schönen sonnigen Tag 🙂

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Ardalan Paymardi

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