Lightroom Teil 3

Woohaaaa,

was ist den da los? Was ist das für ein Bild? Bisschen surreal aber so stelle ich mir den perfekten Sommertag am Meer vor. Das Bild allerdings ist weder am Meer noch auf dem Meer und schon gar nicht im Meer, sondern auf dem schönen Wörthsee, in Bayern auf einem Tretboot entstanden. Mit meiner -im siebten Monat schwangeren Frau, bin ich rausgefahren. Leider waren alle Motorboote schon vergriffen, es gab nur noch Ruder- oder Tretboote. Aufs Rudern hatte ich sowas von keine Lust, ich wollte ja auch ein paar Fotos schiessen, daher entschied ich mich für den Tretboot. Es sieht immer so easy aus wenn es andere machen, doch meine Güte war das anstrengend. Ich habe es dennoch geschafft einige tolle Aufnahmen hinzubekommen. Die Kamera hatte ich schon des öfteren auf einem Boot mitgenommen, da passiert schon nichts, bis jetzt ist zu mindestens nichts passiert, hoffentlich hab ich das jetzt nicht verschrien. Meine nächste Anschaffung wird definitiv eine Colt-Tasche sein. Die aktuelle Tasche die ich jetzt habe ist super (eine LowPro) aber zu groß und zu schwer für Tagesausflüge. Und ausserdem würde ich eine Colt-Tasche immer tragen. Meine aktuelle LowPro ist zu sperrig. Um auf das Bild zurück zu kommen, im Wörthsee sind so einige Segelboote unterwegs. Das Wetter war super, sehr leicht bewölkt aber genügend Licht, die besten Voraussetzungen also für verwacklungsfreie Fotos.

Baaahm -> Und da stand oder schwamm es, ein Segelboot in einer traumhaften Kulisse. Ich halte die Cam und machte sie Startklar, mein Standardzoom, also mein *immerdraufobjektiv*, die 15-85 mm von Canon hatte ich drauf. Jetzt zählte jede Sekunde.   Ich zoomte was das Zeug hält, denn ich fand den Hintergrund sehr schön und wollte sie festhalten bevor das Boot wieder verschwand. Natürlich versuche ich immer darauf zu achten, dass von den fotografischen Aspekten alles in Ordnung ist, sprich, dass zum Beispiel das Bild gerade ist, Blende / ISO / Verschlusszeit, wenn es nötig der Goldene Schnitt.. so die Basic´s halt. So habe ich später auch des öfteren eine schönen Out of Camera Aufnahme. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Das Bild sollte schon quasi so aus der Kamera kommen, dass ich mich später auf sowas nicht so sehr konzentrieren brauche. Mit einem Grau Verlaufsfilter wäre alles noch ein wenig einfacher, aber den hab ich nun mal nicht, noch nicht :-). Man könnte theoretisch auch zwei verschiedenen Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungen machen und im Photoshop den Rest erledigen, das aber ist mir zu aufwendig für einen (eigentlich) Schnappschuss. Im Raw Format ist meistens eh noch sehr viel Spielraum, so dass man es hinterher noch bearbeiten und einiges rausholen kann. In diesem Fall aber war die Out of Camera Version echt miserabel 🙂 . Das Bild aber hatte potenzial, so dass eine Schönheitsoperation unumgänglich war. Also, ab unters Skalpell. (Tut mir leid für die Kräuseln auf dem Segel, aber das Bild musst ich unerkenntlich machen, hab keine Lust auf Ärger 🙂

BOT nicht bearbeitet_1 Kopie Unkenntlich

Und hier ist das Bild, von dem ich im letzten Beitrag geschrieben hatte. Hier wurde 99% der Arbeit in Lightroom erledigt, und 1% in Photoshop. Lightroom macht echt eine tolle Arbeit. Wie du es schon bemerkt hast, war die Sonne nicht vor mir, sondern sie war hinter mir (oder über mir, ich weiss es nicht mehr so genau). Die Künstliche Sonne habe ich mit dem Radial-Filter „erschaffen“ und so diesen Look kreiert. Einfach mit den Helligkeit- Kontrast- und Dunst entfernen Regler spielen, bis es so wird wie du es dir vorgestellt hast. In Photoshop hätte ich die Sonne runder machen und durch die Ebenenmaske wieder reinholen können, so dass sie an der einen Seiten richtig rund bleibt. Hier auf dem Bild, wenn man genau hinschaut, merkt man, dass sie oval ist. Mich stört das nur ein wenig. Auch die Lichteffekte im Wasser, was die „Sonne“ verursacht, also dieser Lichtstrahl, sind im Lightroom bearbeitet worden, auch mit dem Radial-Filter, das gleiche Prinzip wie bei der künstlichen Sonne. Ist nicht echt, sieht aber cool aus. Zur Zeit find ich diesen „Traum Look“ sehr schön, dass alles leicht verschwommen aussehen lässt. Das schaffst du mit dem Klarheitsregler. Hier aufpassen, dass man nicht zu stark den Kontrastwert runter fährt. Klarheit und Kontrast sind zwei komplett verschiedene dinge. Klarheit ist die Detailkontrast. Wenn man aber Den Kontrastregler in einem negativen Bereich zieht, sieht das Bild sehr schnell flau aus. So leblos. Den Regler „Dunst entfernen“ hab ich auch so einige male benutz. Minimal eingesetzt hat es eine tolle Wirkung auf den Wolken, die kommen viel besser zur Geltung. Auch hier ist experimentieren angesagt um den richtigen Effekt zu finden. Das Bild sieht jetzt aus, wie das Bild, dass  im Wohnzimmer bei den Simpson´s hängt, Ist das nicht so ähnlich? Dennoch finde ich, dass man beim betrachten einen Urlaubsfeeling bekommt, gehts dir auch so? Genug gelesen, viel spass beim anschauen 😀


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Ardalan Paymardi

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