Lightroom Teil 2

Die NIK Filter, ai ai ai, die haben meine Welt umgekrempelt. So viele verschiedene neue Möglichkeiten. Ich befinde mich aktuell in eine surreale Welt, die ich als meine bezeichne. Kurz gesagt, ich flippe grad so richtig aus und es macht mir unheimlich viel Spass. So manche würden das für „zu krass bearbeitet“ sehen. Aktuell aber bin ich auf diesem Trip. Ich hab auch tolle out of camera Bilder, ist ja nicht so, dass ich alles tot bearbeite 😉

Das aber ist eine andere Geschichte. Kommen wir zum Anfang: Lightroom, denn damit fing alles an. Ich bekam wie immer spam mail´s, noch eine letzte Kontrolle, bevor die alle in die Ewigkeit verbannt wurden und siehe da, eine Mail von Adobe mit einer Aktion was mich sehr neugierig machte. Zu der Zeit war ich schon seit Monaten am überlegen welches Bild Bearbeitungsprogramm ich mir kaufen sollte. Damals kam Photoshop überhaupt nicht in Frage. Das war so als wollte ich mir ein Auto zulegen und müsste mich entscheiden zwischen Fiat und Ford und sowas wie Ferrari würde definitiv nicht in Frage kommen. Zu kompliziert, zu teuer, hauptsächlich teuer! In Frage kamen Photoshop Elements, eine abgespeckte Version von Photoshop und Lightroom. Mit Lightroom liebäugelte ich schon seit langem, doch 160€ waren mir doch zu viel zeitgleich aber kam mit DPP von Canon mehr zurecht, ich hatte das Limit bei dem Programm erreicht. Ich war stehen geblieben mit meiner persönlichen Entwicklung was das bearbeiten von Bildern anging. Und die eMail von Adobe machte meine Entscheidung noch viel Schwieger. Denn: Lightroom, Photoshop und Bridge gab es für 9,90€ im Monat. 

Alter…

Ich, wie immer dann in Foren unterwegs, las mich durch irgendwelche *Adobehasskommentaren* und *warum habt ihr das gemacht* Mist durch. Das war auch gut den da fand ich heraus, dass Adobe zukünftig nur noch den Creative Cloud anbieten möchte, also alles auf Leihbasis, wie Leasing so ungefähr. Ich liess mich von den Kommentaren beeinflussen und würde auch sauer 😀 obwohl ich davor noch die was mit adobe zutun hatte, ok ausser den Acrobat halt.

Dann machte ich mich auf die Suche nach anderen Bearbeitungsprogrammen wie Capture One (was zu teuer war und gleich wieder ausschied 😉 und Affinity Photo, was zu dem Zeitpunkt der Newcomer war. Coole Werbung, nette Kommentare, unter anderem viele die von Adobe die Nase voll hatten und deswegen gewechselt hatten. Dennoch überzeugte mich das nicht so, nicht das Programm an sich, denn was ich sagen muss, ich hab das nicht ausprobiert da es keine Demo gab. Hat mir einfach nicht zugesagt, preislich war es ziemlich ok mit 49€. Dennoch war es nicht das was ich wollte, deswegen las ich mir noch einmal die eMail von adobe durch. Gott sei Dank war das Angebot noch für einen Monat gültig. Nach kurzem hin und her dacht ich mir „ach was soll´s“ und holte mir das Angebot. für 12 Monate. Also lud ich Creative Cloud (CC) runter und probierte die ersten Monate Lightroom aus, nur Lightroom. Ich sah keine Verwendung für PS & Bridge. Lightroom war („ist“) ganz cool. Übersichtlich und mit viele Funktionen. Es war eine Mischung zwischen Cameraraw & Bridge. Obwohl ich einige Regler schon kannte, waren die Ergebnisse eindeutig besser als bei DPP. Natürlich kaufte ich mir ein Buch, um besser mit Lightroom arbeiten zu können. Von Torsten Kieslich: „Einstieg in Lightroom 6 und CC“ Super Buch, kann ich nur empfehlen. (ISBN: 978-3-8362-3491-7) Hat mir damals eine Hugen Dubel Verkäuferin empfohlen wofür ich ihr sehr dankbar bin. Heutzutage gibt es über fast jedes Thema ein YouTube Video, doch ich bevorzuge immer noch die klassische Variante -> Lesen, bleibt länger hängen.

Zurück zu Lightroom: Super übersichtlich, ein super Organisator und Roh Bildentwickler! Respekt. Schnell merkte ich, dass kleine Bearbeitungen kein Problem waren, wollte ich jedoch etwas mehr an einem Foto machen sprich mehrere Filter einsetzten und zudem noch mit dem Kopierstempel retuschieren, da stiess LR (oder mein Laptop) dann an seine grenzen. Es wurde unglaublich langsam. Tödlich langsam. Zuerst dachte ich es liegt an meinem Laptop (MacBook Pro Retina 13’ 2,4 GHz 8GB Ram). Ich habe es in Kauf genommen und weiter damit gearbeitet. Nach einiger zeit, war ich bei manchen Bearbeitungsschritten wie zum Beispiel mehrere Ebenen anlegen und solche Sachen, gezwungen mit Photoshop zu arbeiten. Das erste Mal, als ich richtig den Ebenenfunktion von Photoshop nutzen musste, das war zu der Zeit als ich mein YouTube Video „Mehrfach Fotografie – Arbeiten mit Model“ drehte, merkte ich, dass Photoshop eigentlich ganz cool ist. Dadurch, dass du so unglaublich viele Optionen hast, wirkte Photoshop sehr abschreckend für mich. Ich wagte mich dennoch ein wenig an PS ran. Auch hier kaufte ich mir ein Buch, der mich durch die wichtigsten Bereiche in PS begleitete und so lernte ich noch viel mehr. Es war plötzlich doch nicht ganz so unmöglich, einen Ferrari zu besitzen und zu fahren.

Was mir auch schnell auffiel war, dass hier viele Arbeitsschritte möglich waren, ohne dass PhotoShop anfing zu ruckeln wie bei Lightroom. Es lief einfach flüssig weiter! Wo ich die Grenzen von meinem MachBook pro merkte, war als ich meinen Endcut für YouTube erstellte. Das habe ich auch mit Photoshop vorberietet. Da wurde es dann deutlich langsamer. Ich konnte immer noch damit arbeiten, hat halt etwas länger gedauert 🙂 Trotzdem toppt nichts Lightroom, wenn es um schnelle und kleine Bearbeitungen geht! Das war echt zu krass. So fing ich an Photoshop und Camera Raw – das ist der Roh Konverter von Photoshop, sowas wie Lightroom – zu mögen und lernte damit zu arbeiten. Ich muss aber sagen, wenn man schnell nur die Basic Entwicklungen durchführen möchte, ist Lightroom besser geeignet. Das geht deutlich schneller und man hat auch noch die Optionen, mehrere Bilder auf ein mal zu bearbeiten sprich die Einstellungen von einem Bild auf die anderen zu übertragen, eine Art Copy Paste Funktion. Lightroom ist sowas wie Camera Raw, Bridge und ein kleiner Teil von Photoshop in einem. Trotzdem bieten die anderen separat mehr Funktionen an. Ich las damals in Foren, dass viele beide Programme bzw. alle drei Programme nutzen. Damals hatte ich das nicht ganz verstanden, warum man drei Programme braucht um ein Bild zu bearbeiten und daher würde wirklich jedem nur raten, sich zuerst eine Demo Version zu holen und es zu testen, was ich nicht tat und deswegen etwas länger brauchte um zu verraten warum man drei Programme braucht, oder anders angedruckt, warum man mit drei Programmen arbeiten könnte! Ich hab mir lieber die Meinungen von anderen  reingezogen, anstatt mir selbst einen zu kreieren. Daher -> Probefahrt. 

Ich hab letztens wieder das erst mal nach langem mit Lightroom gearbeitet und vergessen, dass ich keine großen Bearbeitungen mit Lightroom machen sollte. Ich merkte es erst als es schon zu spät war :). Zum Glück war ich schon fertig. Den Rest der Bearbeitung konnte ich im Photoshop erledigen. Der Blogeintrag inklusive Bildmaterial kommt noch. Es ist ein Bild von einem Segelboot, im Photoshop habe ich lediglich das Boot unkenntlich gemacht. Auf dem Segel waren irgendwelche Schriften zu erkennen, ich vermute mal das ist so etwas wie die Kennzeichen bei Autos. Daher habe ich es einfach wegretuschiert. Also 99% der Bearbeitung fand mit Lightroom statt. Im Photoshop hab ich nur die Schrift entfernt und irgendeinen NIK Filter verwendet, ich weiss nicht mehr welchen, ich vermute es war der HDR Filter, aber auch wirklich mit einem geringen Deckkraft Wert. Zusammengefasst find ich Photoshop cool für Intensive Bearbeitungen, wenn es schnell gehen soll dann empfehle ich Lightroom. Und ich verstehe auch die Aufregung über Adobe´s Politik was den Creative Cloud angeht nicht. Ohne das könnte ich keine der Programme nutzen, weil sie viel zu teuer wären. So zahle ich 9,90€ im Monat und kann über Lightroom, Photoshop und Bridge und deren Updates verfügen. Für mich ein top Angebot und somit unschlagbar. Das ist allerdings auf einem Jahr beschränkt, danach kostet es wieder, wenn ich mich nicht täusche, 14,90€ im Monat was immer noch ok wäre. Ich kann darauf eh nicht mehr verzichten, ausser Adobe erhöht es auf 19,90€ im Monat. Das wäre mir zu teuer und ein Grund um das Abonnement zu Kündigen. 

Nach und nach spielte ich mit den Filtern, die Photoshop einem zur Verfügung stellt. Masken, Ebenen und was es da noch so gibt, letztendlich fand ich gefallen an die Komplexität Photoshop´s. Irgendwann kamen auf Facebook von den Seiten denen ich folge Meldungen, dafür liebe ich Facebook, dass die NIK Filter kostenlos von Google zur Verfügung gestellt wurden. Ich hatte schon mal was von denen gehört, aber das waren wieder Zusatz kosten. Deswegen habe ich mich dafür nicht weiter interessiert. Manchmal sollte man sich mit Photoshop und Lightroom zufrieden geben, die bieten genug Optionen. Doch als die Kostenlos waren habe ich die mir gleich heruntergeladen. Ein Videotraining hab ich mir auch gleich gekauft für 25€, was ich bis heute noch nicht angeschaut habe, aus Zeitgründen. Ich muss sagen, dass ich mich hinterher ärgere wegen der 25€, weil ich die Filter jetzt schon paar mal eingesetzt habe, ohne Hilfe. Sollte ich mir das Video Tutorial irgendwann doch noch ansehen, hoffe ich nur Mehrwert aus dem Video zu erhalten, denn sonnst war das Geld für nichts ausgegeben. Da werde ich euch auf jeden fall auf den laufenden halten. Fazit: Keine Angst vor Komplexen aufgaben, aller Anfang ist schwer. In diesem Sinne, Servus und bis bald 🙂

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Ardalan Paymardi

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